Schritt 1: Gefährliche Arbeitsstoffe erkennen

 Fliesenleger

Wie erkenne ich gefährliche Arbeitsstoffe?

Viele gefährliche Arbeitsstoffe lassen sich leicht anhand der Kennzeichnung der Verpackung oder des Gebindes erkennen. Finden Sie hier ein Gefahrensymbol mit der dazugehörigen Gefahrenbezeichnung, Hinweise auf besondere Gefahren (R-Sätze) und Sicherheitsratschläge (S-Sätze), so handelt es sich mit Sicherheit um einen gefährlichen Arbeitsstoff. Im Fliesenleger-Handwerk treten die unten abgebildeten Gefahrensymbole mit den dazugehörigen Gefahrenbezeichnungen sehr häufig auf. Zusätzlich sind einige typische R- und S-Sätze angegeben.

R36/38 Reizt die Augen und die Haut

S2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen

S22 Staub nicht einatmen

S24/25 Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden

S26 Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren

S37 Geeignete Schutzhandschuhe tragen

S46 Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen

Eine Übersicht über die Gefahrensymbole, R- und S-Sätze finden Sie über die folgenden Links (Die Gefahrensymbole können Sie dort sogar herunterladen):

Gefahrensymbole Gefahrensymbole R-Sätze  R-Sätze S-Sätze  S-Sätze

  

!!! VORSICHT !!!

Es gibt viele gefährliche Arbeitsstoffe, die nicht an den Gefahrensymbolen zu erkennen sind. Dennoch können sie wegen der Inhaltsstoffe oder aufgrund des Arbeitsverfahrens gefährlich werden und sind deshalb bei den folgenden Schritten genauso zu behandeln wie die gekennzeichneten. Aufschluss über die Inhaltsstoffe gibt grundsätzlich das EG-Sicherheitsdatenblatt. Nähere Informationen hierzu finden Sie im nachfolgenden Schritt 2.

 

Für einen Großteil der Produkte, die im Fliesenleger-Handwerk eingesetzt werden, wurde im Rahmen des Gefahrstoff-Informationssystems der Bauberufsgenossenschaften (GISBAU) ein Produkt-Code festgelegt, der Informationen über die wesentlichen Bestandteile des Arbeitsstoffes liefert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.gisbau.de.

 

Fliesenleger  Werner Müller erzählt, wie er praktisch an die Sache rangegangen ist: "Ich habe mir im Lager angeschaut, welche Sachen mit einem Gefahrensymbol gekennzeichnet waren. Dies war kein Problem. Schwierig wurde es erst, zu beurteilen, ob die anderen Produkte wegen der Inhaltsstoffe gefährlich werden können. Manchmal hat der GISCODE oder ein Hersteller-Merkblatt weitergeholfen. Da, wo ich mir unsicher war, habe ich dann vom Großhandel und dem Hersteller die EG-Sicherheitsdatenblätter besorgt."