Schritt 1: Gefährliche Arbeitsstoffe erkennen

 Tischler

Wie erkenne ich gefährliche Arbeitsstoffe?

Viele gefährliche Arbeitsstoffe lassen sich leicht anhand der Kennzeichnung der Verpackung oder des Gebindes erkennen. Finden Sie hier ein Gefahrensymbol mit der dazugehörigen Gefahrenbezeichnung, Hinweise auf besondere Gefahren (R-Sätze) und Sicherheitsratschläge (S-Sätze), so handelt es sich mit Sicherheit um einen gefährlichen Arbeitsstoff. Im Tischler-Handwerk treten die unten abgebildeten Gefahrensymbole mit den dazugehörigen Gefahrenbezeichnungen sehr häufig auf. Zusätzlich sind einige typische R- und S-Sätze angegeben.

R20/21 Gesundheitsschädlich beim Einatmen und bei Berührung mit der Haut

S24 Berührung mit der Haut vermeiden

S51 Nur in gut belüfteten Bereichen verwenden

 

R11 Leichtentzündlich

S9 Behälter an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren

S16 Von Zündquellen fernhalten - Nicht rauchen

S33 Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladungen treffen

Eine Übersicht über die Gefahrensymbole, R- und S-Sätze finden Sie über die folgenden Links (Die Gefahrensymbole können Sie dort sogar herunterladen):

Gefahrensymbole Gefahrensymbole R-Sätze  R-Sätze S-Sätze  S-Sätze

  

!!! VORSICHT !!!

Es gibt viele gefährliche Arbeitsstoffe, die nicht an den Gefahrensymbolen zu erkennen sind. Lösemittelreduzierte und aromatenfreie Farben und Lacke beispielsweise müssen vom Hersteller nicht gekennzeichnet werden. Dennoch können sie wegen der Inhaltsstoffe oder aufgrund des Arbeitsverfahrens gefährlich werden und sind deshalb bei den folgenden Schritten genauso zu behandeln wie die gekennzeichneten. Aufschluss über die Inhaltsstoffe gibt grundsätzlich das EG-Sicherheitsdatenblatt. Nähere Informationen hierzu finden Sie im nachfolgenden Schritt 2.

 

Für einen Großteil der Gefahrstoffe, die im Tischler-Handwerk eingesetzt werden, wurde im Rahmen des Gefahrstoff-Informationssystems der Bauberufsgenossenschaften (GISBAU) ein Produkt-Code festgelegt, der Informationen über die wesentlichen Bestandteile des Arbeitsstoffes liefert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.gisbau.de.

 

Tischler Meister Stolz erzählt, wie er es in seinem Betrieb gemacht hat: "Ich habe mir die Materialien in meinem Betrieb mal genau angesehen, wenn ein GISCODE drauf war hab ich ihn mir notiert und einfach auf der CD-Rom nachgesehen. Bei den anderen Produkten habe ich die Hersteller angerufen und mir ein EG-Sicherheitsdatenblatt zusenden lassen."